Tibetischer Buddhismus und Yoga


DER MECHANISCHE BUDDHIST

DIE VERFÄLSCHTE PRAXIS

IST DER TIBETISCHE BUDDHISMUS EIN HOHLER BAUM?

WAS KANN DER TIBETISCHE BUDDHISMUS VON HEUTE BEWIRKEN?

Dies wird anhand folgender Kriterien überprüft:
Rechte Absichten
Geheimnis von Tibet
Weltlichkei
Mahayana exklusiv
Zeremonien, Rituale
Mechanik ersetzt Bewußt-Werden
Sprachliches Diktat
Irrige Eklusivität
Verlust der Kernmethodik
Gleicher Ursprung
Wirkungsarme Meditation
Verwirrende Anpassungen
Unvermögen

Vorweg zum gemeinsamen Verständnis:

1. Der Buddhismus als geistiges Entwicklungssystem

kann Menschen generell eine echte Alternative zum enttäuschenden Materialismus und "abgenutztem" Christentum geben indem er Rezepte zur Änderung der Lebensweise im Emotionalen und Mentalen gibt, was das Begreifen von Realitäten und Einfügen neuer Qualitäten im eigenen Wesen ermöglicht und das individulle Karma verbessert, das wiederum die Voraussetzung für weitere spirituelle Stufen ist.

2. So wie der tibetische Buddhismus derzeit mit Lamrim

und Ngöndro propagiert wird, kann der potentielle Buddha-Zustand im eigenen Wesen sich nicht realisieren. Leider werden Menschen mit Lamrim-Ngöndro zu einem "mechanischen Buddhisten" umgeformt, dem das Rüstzeug der "aktiven Unterscheidungskraft" fehlt. Wenn jemand mit Lamrim-Ngöndro die "Mitte" (Zustand der Devas) erreicht, dann ist das schon ein großer Erfolg. Lamrim bildet eine 3-Klassen-Schülerschaft, wobei öffentlich nur für die unterste Stufe gelehrt wird. Für diese ist das "Höhere Wachsein" abstrakt, zu weit vom allgemeinen Daseinsbewußtsein entfernt und daher nicht erstrebenswert, also sind sie mit Zeremonien und Ritualen zufrieden, mit etwas was die Augen und Ohren beeindruckt. Belehrungen der mittleren Stufe sind grundlos "exklusiv" und kostspielig. Wer sich nach dem "Höheren Wachsein" sehnt, der muß das Mechanische aufgeben und dieses Wachsein als ein Bewußt-Werden durch konstanter Achtsamkeit in sein Wesen zwingen.

Das wird in den folgenden 14 Punkten näher beleuchtet und begründet.

Auch Skeptiker werden bei unvoreingenommener Sicht jene Realitäten beobachten können, welche hier aufgezeigt werden. Natürlich werden einige gemäß ihres geistigen Entwicklugsstandes so manches "ganz anders sehen wollen". Es ist ihr gutes Recht, aber hat sie das Bisherige in das "Höhere Wachsein" versetzt?

Dieser Artikel setzt ein gewisses Abstraktionsvermögen oder eine "Panoramasicht" voraus und ist primär an länger Praktizierende gerichtet.

 

Fangen wir an:

Beobachtung 1 "Weltlichkeit":

Der Buddhismus ist eine Organisation zur Verbreitung der aufgezeichneten Lehre Buddhas und unterliegt weltlichen Kritierien (spiritueller Materialimus) wie jede andere Organisation. Buddha selbst hat von seinen Schülern Nicht-Haften und Besitzlosigkeit verlangt, was Jahrhunderte später pervertiert wurde. Wie in anderen Religionen auch unterhalten buddhistischen Traditionen Tempel und Klöster Gold, Edelsteinen, kostbaren Teppichen, Figuren, Bildern und Schriften. Sie haben Würdenträger in Seide, mit kostenbaren Mützen oder Kronen in prunkvoller Umgebung. Würde mir das den Buddha-Zustand geben, ich würde das sofort kaufen. Buddha Gautamo selbst war immer unauffällig und schlicht gekleidet, besaß kein Haus, keinen Tempel und verbat sich, angebetet zu werden. Die Traditionen haben Hierarchien, beanspruchen ein Lehrhoheit und vergeben dazu Berechtigungen.

 

Beobachtung 2 "Mahayana exklusiv"(Mahayana only):

Der tibetische Buddhismus ist primär auf die edlen Ziele des Mahayana ausgerichtet, den übrigens auch Systeme wie Yoga und die Mystik verfolgen. Er lehrt dessen Ziele und Anforderungen überintensiv in der Vorbereitungsphase und vergißt dabei die profane Notwendigkeit der Selbstüberwindung durch direkten Eingriff im täglichen Leben.

 

Beobachtung 3 "Zeremonien, Rituale":

Der zeremonienhafte tibetische Buddhismus wurde erst 1500 Jahre nach Buddha erfunden und hat dabei Elemente aus dem Hinduismus übernommen. Der Buddhismus verlangt zwar keinen Glauben an Gott, dafür verlangt einen festen Glauben an die Wirksamkeit von Zeremonien, an die Schriften und an das Gesagte eines Lama, auch wenn es unlogisch oder unbewiesen ist. Das ist Neo-Buddhismus! In der Praxis wird die Sangha an die Tradition des vortragenden Lama "geistig gekettet" und verlangt eine Art "bedingungsloser" Gefolgschaft, will man dieser beitreten. Das führt leicht zum Sektensyndrom und nicht zur Sprengung der geistigen Mauern.

 

Beobachtung 4 "Mechanik statt Bewußt-Werden":

Tibetische Mantras und Texte, in Zeremonien immer wiederholt mit abwechselnder Geschwindigkeit sind eine rein "mechanische" Aktivität" mit exotischer Faszi-nation, jedoch ist dabei die "bewußte Intelligenz" abwesend. Das "je schneller desto bester" ist eine irrige Ansicht und triebhaft. Das x-fache Wiederholen täuscht einen geistigen Fortschritt vor und ist Ursache zur Wiedergeburt. Langweilige Vor-träge, weil schon oft gehört, sowie die Mechanik in den Zeremonien führen dazu, wie wiederholt beobachtet, daß Anwesende währenddessen sich mit dem Smartphone oder Notebook beschäftigen oder gegenseitig flüsternd unterhalten.

 

Feststellung 5 "Sprachliches Diktat":

Das Festhalten an der tibetischen Sprache im Westen kann als "spirituelle Arroganz" eingestuft werden, wie das Latein bei den Christen. Das Nicht-Lernen der nationalen Landessprache wo gelehrt wird, ist geistige Faulheit und bewirkt immer Übersetzungsfehler. Die "magische" Wirkung von Texten nur in tibetisch muß erst noch bewiesen werden. Der Zwang zur tibetischen Sprache in den Zeremonien im Westen ist inakzeptabel, denn der Mensch formuliert seine Motivationen in seiner eigenen Sprache und nur so versteht sein Geist seine Absichten.

 

Feststellung 6 "Irrige Eklusivität":

Der Theravada-Buddhismus wird mit Hinayana gleichgesetzt, dabei muß der Hinayana als Weg zur persönlichen geistigen Vollkommenheit und der Anfangspunkt des Mahayana in der Praxis verstanden werden. Hinayana wird völlig zu Unrecht als "minderwertig" abgetan. Die Integration des Tantra Yoga in den tibetischen Buddhismus ist möglich, jedoch diese Lehre ist dann lupenreiner Yoga, insoferne war Buddha Gautamo ein Yogi.

 

Beobachtung 7 "Verlust der Kernmethodik":

Das Herzstück der Lehre Buddhas ist die methodische Entwicklung der Achtsamkeit und Selbst-Bewußt-Werdens bis hin zum Buddha-Zustand. Buddha hat diese Methodik entwickelt, weil sie für alle Menschen möglich ist. Die ganze moralische Veredelung, Bodhicitta und die Konzentrationsfähigkeit basieren darauf. Die Achtsamkeit ist schnell erklärt aber schwierig auszuführen, weil ungemein lästig. Die Achtsamkeit benutzt die Grundfunktion des Bewußtseins und führt voll entwickelt zum "Vollkommenen Erwachen". Dies ist ein "persönlicher Weg" und darf nicht durch die Gewohnheiten einer Sangha ersetzt werden, wenn man das "Höhere Wachsein" entwickeln will. Wer das begriffen hat und in rechter Weise anwendet, kann bis zur Vollendungsphase ohne Lama oder Guru auskommen, was schon oft bewiesen wurde.

Beobachtung 8 "Geheimnis Tibets":

Was macht die echte tibetische Lehre besonders? Sie ist eine höchst effiziente Mischung von Methoden aus Yoga, aus der Mystik und der Lehre Buddhas, wobei Techniken aus den diversen Yogas überwiegen und setzt einen echten Meister voraus. Besser wäre die Bezeichnung "THE TIBETAN TEACHINGS OF GREAT LIBERATION" - das ist werteneutral.

Beobachtung 9 "Gleicher Ursprung":

Jeder Buddha, jeder Yogi oder Mystiker mit gleichem geistigen Ergebnis ist eine Emanation des Absoluten. Das Absolute ist nicht die Leerheit sondern das, was dahinter ist bzw. in ihr versteckt ist, die ultimative Realität. Die Leerheit alleine setzt keine Ursache für ein Weltzeitalter. Im Hinduismus wird das Absolute personifiziert als Shiva dargestellt, im tibetischen Buddhismus als Adi-Buddha.

Beobachtung 10 "Wirkungsarme Meditation":

Die allgemein gelehrte buddhistische Methode der Atembeobachtung erzeugt keinen wirklichen Fortschritt, führt nicht ins Höhere Wachsein und kann u.U. zur "geistigen Lethargie" führen. Weltweit meditieren ca. 300 Milionen Menschen, würde 1 aus 1 Million alles richtig machen, dann hätten wir 300 Buddhas und die Barbarei auf allen Ebenen hätte ein Ende auf diesem Planeten.

Beobachtung 11 "Verwirrende Anpassungen":

Es kann ein Begriffs- und Definitions-Wirrwarr in den vorgebrachten Darlegungen einzelner Lamas geben, wenn sie miteinander verglichen werden. Typische Beispiele von Unklarheiten zu: Bewußtsein, Geist, Denkorgan (mind) und Gedan-ken. Jeder "terminus technicus" könnte eindeutig erklärt werden, wenn der Lama über die "Weisheit aus der Leere" verfüge. So einer weicht auch keiner Frage aus. Die tibetische Traditionen berufen sich auf ihre Gründer, deren Art der Darlegung der Lehre und auf die Schriften der Tradition, die ja alles aus dem indischen übernommen oder daraus neu konstruiert wurden. Die Traditionen haben keine einheitliche Sicht auf die Lehre Buddhas und deren Weitergabe - wäre es so, es gäbe keine Verschiedenheiten und keine Abgrenzungen. Jeder Traditionsbegründer hat die Lehre Buddhas nach seiner eigenen Realitätserfahrung neu "geformt", was als manipulativer Eingriff aufgefaßt werden kann. Besucht man eine Tradition und erwähnt die eigene andere Tradition, dann wird betont, man vertraue nur dem eigenen Lama und dessen "Vajrayana". Wolle man aktiv teilnehmen, müsse man alles annehmen, was dort gelehrt und praktiziert wird.

Beobachtung 12 "Unvermögen":

Einen echten Lama, also der wirklich etwas kann, gibt es dann, wenn er zum Vortrag einen "höheren, überweltlichen Zustand" induzieren kann, sodaß die Menschen "fühlen", wonach sie jetzt streben müssen. Wenn der Lama keine Fragen zuläß oder gleich verschwindet, dann ist dies ein "falscher" Lama, das ist nicht Mahayana. Wenn das akzeptiert wird, so ist dies eine "geistige Lethargie" der Zuhörer, die nicht wirklich nach Lösungen streben sondern "socializing" bevorzugen.

Beobachtung 13 "Rechte Absichten":

Ist eigentlich eine Frage, die da lautet: Ist der tibetische Buddhismus mit seinen vielen Filialen und Ablegern im Westen generell in seiner Verbreitung am "geistigen Fortschritt seiner "Kunden" interessiert oder eher am monetären Zufluß zum Unterhalt der Lamas und an der Ausgestaltung der Meditationszentren? Wie wir sehen, sind sie wie andere Sekten darin erfolgreich.

Beobachtung 14: Die mögliche Lösung für Menschen im Westen:

Wer auf Zermonien nicht verzichten will, der soll dabei bleiben. Wer geistiges Wachstum sucht, findet es nur in der Überwindung der egoistischen Tendenzen, also der Persönlichkeit. Dies fordern besonders die tibetischn Meister. Wer beten will, soll das Metta-Mantra benutzen oder eines mit gleichwertiger Motivation benutzen. Das konstante Üben der Achtsamkeit schließt durch Bewußtwerdung die edle Moral, Bodhicitta und die Stimmungsdisziplin automatisch mit ein und all das wirkt sich in der Meditation aus. Der Fortschritt ist also zeremonienlos und steigt mit "leisen Pfoten" innerlich auf.

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